HardKaur – Supawoman

Artist of the Month             (MTV India, Oct 2007)
The Original Desi Rapping Diva     (Sly & Chic)

Die allererste Veröffentlichung auf local media hiess im Untertitel „Bollywood & Beyond“. Mit Bollywood hatten wir eine Menge zu tun, und heute geht es mal ganz kräftig um das „beyond“… Introducing HardKaur und Ihr Debut-Album Supawoman!

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„Es ist schwer für eine asiatische Rapperin in diesem Business, aber ich bin fest entschlossen es zu schaffen,“ sagt Taran Kaur Dhillon, und ich würde niemandem raten, sich der wohl derzeit besten indischen Rapperin in den Weg zu stellen. Mit ihrer Single „Look 4 Me“ brachte sie ihren energischen Mix aus Bhangra, Hip Hop und Bollywood-Elementen via MTV India (und UK!) vor ein Millionen-Publikum, mit dem nun vorliegenden Debut-Album SUPAWOMAN zeigt HARD KAUR, wie sie sich als Künstlerin nennt, nicht nur der männlich dominierten Asian Szene ihre Zähne. Und das ist erst der Anfang: Mit „Bombay Deewana“ ist schon die nächste knackige Radio-Single in der Pipeline.

Biografisches: 1979 in Indien geboren, verlor Taran schon als Fünfjährige ihren leiblichen Vater, der bei politischen Ausschreitungen in Indien ums Leben kam. Taran wurde zusammen mit ihrem Geschwisterchen auf Betreiben der Familie väterlicherseits von ihrer Mutter getrennt. Doch Tarans Mutter machte sich als Kosmetikerin selbstständig und wirtschaftlich unabhängig und erkämpfte sich so ihre Kinder zurück. Mit 12 kam die musikalisch und tänzerisch talentierte Taran nach Birmingham, wo ihre Mutter einen Salon eröffnete. Taran hatte es als Immigrantin mit geringen Englischkenntnissen anfangs ziemlich schwer. Sie wechselte oft die Schule, doch selten erging es ihr an der neuen Schule besser. Taran schien zu keiner der in England lebenden ethnischen Gruppen zu passen. Jedoch wurde sie in England als kämpferische Rapperin letztlich – allen Klischees zum Trotz – zu einer selbstbewußten jungen Inderin. Mit Unterstützung ihrer Mutter wurde Taran zur einer der ersten asiatischen Rapperinnen, die in UK von sich reden machten. Der zuerst im Spaß entstandene Name HARD KAUR blieb, und kein anderer Name wäre signifikanter für die bodenständige, ernstzunehmende Sikh-Punjabi Prinzessin („Kaur“ ist der Namensanhang für Frauen aus der Sikh Community und bedeutet „Prinzessin“. Die Männer bekommen den Namensanhang „Singh“, was „Löwe“ bedeutet.).

Alle 3000 Exemplare ihrer ersten Crossover-Single „Voodoo“ waren bald ausverkauft, und das obgleich sie sowohl von der African Community als auch von ihren indischen Landsleuten in UK wegen vermeintlicher Aneignung einer „schwarzen“ Identität angegriffen wurde. Auch hier ließ sich die starke Frau nicht einschüchtern: Mit dem klaren Ziel vor Augen, nur mit ihrer Musik erfolgreich zu werden, zog sie in die Hauptstadt und besuchte die London School of Music, da sie das „Handwerk richtig lernen wollte“. Die geborene Entertainerin lernte hier die richtige Art zu performen und das Publikum – bestehe es nun aus drei oder drei Millionen Menschen – für ihre Kunst zu begeistern.

Die stolze Taran wollte aber unabhängig ihres Geschlechtes von der hauptsächlich männlichen Konkurrenz ernst genommen werden. Man sollte ihr Talent sehen und anerkennen. Deshalb ließ sie sich sogar (lange vor Britney Spears!) eine Glatze rasieren, um von ihren weiblichen Reizen abzulenken und als ebenbürtige Musikerin angesehen zu werden: HardKaur befolgte die Worte des weltweit erfolgreichen US-Rapper sowie ihr Idol, Nas, der einst sagte: Es sei in Ordnung sich selbst treu zu sein, solange man gut darin ist.

Mit ansteigender Popularität bekam HardKaur die Gelegenheit mit der Gruppe Sister India ihre erste internationale Tour anzutreten. Kopf der Band war DJ Ritu, die als erste asiatische DJane im England der 80iger Jahre gegen ihre männlichen Konkurrenten und das konservative Frauenbild der Sikhs ankämpfen und ihren Traum als DJane realisieren konnte. Bis 2000 experimentierte HardKaur zusammen mit vielen Asian Underground-Künstlern, darunter Asian Dub Foundation oder Earth Tribe sowie Musiker aus anderen Genren wie Ian Brown (ehemals Stone Roses) oder Leftfield und vielen mehr. Darüber hinaus nahm HardKaur auch an mehreren Rap-Battles teil und bewies dabei eine Menge Toughness und Stehvermögen.

Roots Manuva – ein britischer Hip-Hop Künstler mit Einflüssen aus dem Reggae, Dub und Drum & Bass – wurde auf die junge Rapperin aufmerksam und ermutigte sie vor einem großen Publikum in Birmingham aufzutreten. Sie bekam Angebote von u.a. dem Refugee Camp (Fugees), zusammen mit ihnen aufzutreten. Darüber hinaus durfte HardKaur als Vorgruppe das Konzert für die Weltstars Justin Timberlake und Pharrell in Brixton eröffnen. Mit der Zeit ging auch eine Veränderung in der UK Asian Community vor: Man öffnete sich für HardKaurs Kunst und akzeptierte die erste asiatische Rapperin, die mit Traditionen bricht und als selbstbewusste Frau auftrat. Mit ihrem bilingualen Song „Glassy“  zusammen mit der Gruppe Sona Family (Harry Sona, Mr Riz, Kazz und JC) wurde sie zum endgültigen Liebling von BBC Radio 1 sowie der großen asiatischen Community in England. HardKaur hat ihren Traum verwirklicht. Nach fast 15 Jahren kehrte HardKaur in ihr Heimatland Indien zurück, stellte dort ihr erstes Album „Supawoman“ mit großem Erfolg vor und durfte gleich zusammen mit Shankar Ehsaan Loy – einem der zurzeit erfolgreichsten Musikproduzenten-Teams in der indischen Filmindustrie – den Soundtrack des neuesten Bollywoodfilms „Jonny Gaddar“ produzieren. Darüber hinaus war HardKaur Künstlerin des indischen MTVs im Oktober 2007 und trat bei den MTV Style Awards auf. Neben ihrem künstlerischen Talent ist die asiatische Rap-Prinzessin auch – seien es nun Anti-Nazi Gigs zusammen mit Gruppen wie Coldplay, Heartless Crew und Ms Dynamite oder aber auch ihr Einsatz gegen Gewalt an Frauen – sehr sozial engagiert.

Supawoman ist das Resultat von mehr als einem Jahr Arbeit mit den angesagtesten und besten internationalen Musikproduzenten der Asian Hip Hop- und R&B-Scene wie u.a. 45 WAX, D-Boy, Urban, AC Burrell, Asif [Fusing Naked Beats] und den überaus angesagten Tigerstyle. Supawoman beinhaltet für jeden Geschmack etwas: Während „Hype“ oder „My Girls“ (feat. Sharifa Shi, Lost Souljah & Sabrina) starke Clubtracks sind, findet man auch nachdenkliche Hip Hop-Tracks wie „Smile“ (feat. Daniel-Son), Lovesongs wie „Hey U“ (feat. Sharifa Shi) und „Missing You“ (feat. Lane Grey). Die Desi Crowd wird aber auch den wuchtigen Bhangra-meets-Reggae-Titelsong „Supawoman“ (feat. Cheshire Cat) lieben und natürlich „Bombay Deewana“ – im typischen Bollywoodstyle. Darüber hinaus gibt es zusätzliche Specials wie z.B. mit dem britisch-indischen Komödianten Paul Chowdhury. HardKaur ist die moderne, selbstbewusste (asiatische) Frau von heute. Die Rapperin ist ein Vorbild für viele asiatische Frauen, die aus ihren kulturellen Zwängen ausbrechen möchten. Auch Supawoman trägt dazu bei, und vermittelt Stärke sowie Rückhalt. Das Album ist jung, frech, modern und selbstbewusst von einer starken Frau (nicht nur) für starke Frauen.

  1. The Legend (Intro)
  2. Hype
  3. Supawoman
  4. Voicemail: Paul Chowdry
  5. Sexy Boy
  6. Look 4 Me
  7. My Girls
  8. Smile
  9. Bombay Deewana
  10. HardKaur’s RudeBoy Etiquette For Girls
  11. Hey U
  12. Missing You
  13. Nobody Knows
  14. Dreams
  15. VoiceMail: Jonny Vegas?

Releasedate: 14/03/2008
Label:  local media
Format: CD
Labelcode: LC 11784
Catalogue No: loc 028
EAN: 5026618000121
Distribution: AL!VE (D/A/CH)
Digital:
Zebralution