Various Artists – Red Carpet Lounge (peal 032)

„Urban“, „glamourös“, „extravagant“ und „sexy“ sind einige der Stichworte, die man mit „Red Carpet“ Events verbindet. Egal ob New York, London, Paris, Munich, man hört bei solchen Anlässen am liebsten lockere Lounge Grooves mit Jazz-Elementen und smoothe House Tracks, oft mit global Beats aus drei bis vier Kontinenten angereichert. Zumindest gilt das für die Parties, bei denen man sich womöglich noch unterhalten kann und die möglichst keine Striemen auf dem Trommelfell ihrer Besucher hinterlassen.

Mit einem Ohr im Club und einem in der (etwas ruhigeren) Bar, beginnt peacelounge recordings die Winter Season 2007/08: RED CARPET LOUNGE volume one ist der Auftakt zu einer digitalen Compilation-Serie, die Glamour, Groove und musikalische Substanz mit einem Schuss Nonchalance zu einem tiefroten Cocktail für die „blaue Stunde“ verquirlt. Schon der laszive Opener „Tomorrow Never Dies“ von Mister Bond – eine verspielte Neu-Interpretation des von Sheryl Crow komponierten 007 Titelsongs – zeigt an, dass mit „Lounge“ keineswegs „Backgroundmusik“ gemeint sein muss. Under Pressure folgen mit „Wanna Talk“ auf den Spuren von Malcolm X. Jasmon steigert das Tempo und beschwört mit „Afrida“ einen „African Dream“, dem Flamingo Star mit „Since I Met You“ im Chameleon Prince Marshall Mix einen saloppen House-Vibe hinterher schickt. Als Überraschungsgast am roten Teppich erleben wir Sidharth Sharmaa aus Mumbai, der eigentlich Bollywood-Soundtracks komponiert, mit einem schicken indischen Uptempo Club Tune. Der Düsseldorfer Thomas Kessler zeigt mit „The Golden Age“ erneut, dass er sich im House Idiom ebenso wohl fühlt wie als Live-Keyboarder mit Bands wie Dissidenten oder Trancegroove. Mit „Night Spots“ legen Under Pressure den wohl clubtauglichsten Track dieses Albums vor, gefolgt von dem humorvoll überdrehten „What A Great Day“ von Flamingo Star, die uns übrigens mit dem endcoolen „U R My Party“ noch ein drittes Mal begegnen werden. Nicht zu vergessen Green Empathy alias Daniel Voss, der uns mit „Let There Be Music“ wieder vom Dancefloor zurück in die Lounge begleitet, wo Intakt bereits mit „Brazil I (too shy)“ ein hochprozentiges Elixier angerührt haben, bevor uns DAO mit „Moody Moon No. 5“ auf eine wunderbare Traumreise schicken…

1. Mister Bond – Tomorrow Never Dies 3:39
2. Under Pressure – Wanna Talk 5:47
3. Jasmon – Afrida (African Dreamix) 4:57
4. Flamingo Star – Since I Met You (Chameleon Prince Marshall Mix) 4:37
5. Sidharth Sharmaa – I See Venus 4:36
6. Thomas Kessler – The Golden Age 4:00
7. Under Pressure – Night Spots – Full Vocal 6:54
8. Flamingo Star – What A Great Day 4:32
9. Green Empathy – Let There Be Music 4:41
10. Intakt – Brazil I (Too_Shy) 5:08
11. Flamingo Star – U R My Party 4:33
12. DAO – Moody Moon No.5 6:40